Caryophyllales > Polygonaceae > Rumex acetosa ssp. acetosa

Wiesen-Sauerampfer

(Rumex acetosa ssp. acetosa)

IV — V Home frische Fettwiesen
30 — 100 cm indigen LC
gesamt
Synonym: Acetosa pratensis. Hemikryptophyt, coll-um. Die dickliche Laubblattspreite ist pfeilförmig, die Blätter schmecken sauer. Die inneren Perigonblätter sind lang, zumindest 1 Blatt trägt eine Schwiele. Die äußeren Perigonblätter sind zuletzt zurückgeschlagen. Der Stängel trägt mehr als 3 Laubblätter. Der Blütenstand ist locker, seine Äste sind meist unverzweigt. Die Pflanze ist zweihäusig. Die Nebenblattscheide ist zerschlitzt oder gezähnt (Lit). Die sehr häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor und ist lediglich im pannonischen Raum gefährdet (Lit). In Istrien kommt sie fast überall zerstreut vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blütenstand
männliche Staude
 
Blatt
Die Nebenblattscheide ist zerschlitzt oder gezähnt.
 
Blatt
17.04.2020 Pucking
 
Blütenstand
 
 
Fruchtstand
 
 
Blatt
28.04.2020 Pucking
 
Rumex acetosa
 
 
Rumex acetosa
Weibliche Staude. Aufnahmen: 28.04.2010 Pucking
 
Habitus
Aufnahme: 11.06.2017 Wittinghausen
 
Blatt
Die Nebenblattscheide ist zerschlitzt oder gezähnt.
 
Blüten
Aufnahmen: 17.05.2023 Prodol

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"446. R. Acetosa. L. sp. (Gemeiner A., Sauer-A.)
Wurzelstock spindelig-ästig, mehrköpfig, braun, innen gelblichweiss, Wurzelköpfe kurz, dick, gedrungen. Stengel aufrecht, 1 — 3' hoch, steif, gestreift und stark gefurcht, unterhalb röthlich, einfach, oberhalb rispigästig und nebst den Blättern grasgrün, unbereift, kahl, seltner etwas flaumig. Blätter ganzrandig oder wellig-gekräuselt, an der Basis von 2 abwärtsgerichteten oder abstehenden, zugespitzten Oehrchen pfeil- oder spiessförmig, die untersten gestielt, 3 eckig, eiförmig oder länglich , stumpf oder spitz , die oberen sitzend, spitz. Nebenblätter zerschlitzt. Blüthen 2 häusig, in stengel- und astständigen Scheinquirlen kurzgestielt. Scheinquirle armblüthig, nackt, lockere, blattlose Trauben bildend, die in eine pyramidale, schmale Rispe vereiniget sind. Perigon nebst Stielchen oft purpurroth überlaufen. Fruchtklappen herzförmig-rundlich, häutig, netzaderig, stumpf, ganzrandig, an der Basis mit einer kurzen, schuppenförmigen, nebst den 3 äusseren Perigonzipfeln senkrecht herabgeschlagenen Schwiele, viel grösser als die Frucht.
Mai — Juli und im Herbste wieder.


Aendert ab:

  • α sagittatus. (R. acetosa R. Br. — R. ac. α vulgaris K.) Stengel 1— 1,5' hoch, 3 — 4blättrig, oberwärts in eine schlanke, vielästige Rispe zertheilt. Blätter aus pfeilförmiger Basis elliptisch, eiförmig oder eilänglich, aderig, die stengelständigen breitlanzettlich, flach, ganzrandig, Oehrchen abwärts gerichtet, kurz, ungetheilt; Nebenblätter zerschlitzt.
  • β undulato-crispus. (R. Acet. ß auriculatus K.) Stengel 2 — 3' hoch, starr, 4 — 6blättrig, oberwärts in eine pyramidale, vielästige Rispe zertheilt. Blätter aus spiesspfeilförmiger Basis lanzettlich, spitz, aderig, die stengelständigen, schmallineal - lanzettlich, mit lang vorgezogener, oft gedrehter Spitze, am Rande ausgezeichnet - welligkraus, die obersten fädlich gedreht, Ohren vom Stengel abstehend, spreitzend, lang, schmal, spitz, zuweilen einige 2spaltig. Nebenblätter zerschlitzt.
    Auf Wiesen, Triften, an Bächen, auch als Gemüsepflanze in Gärten kultivirt.

 

  • α Im ganzen Gebiete höchst gemein,
  • β Auf feuchtem, sandigem, überschwemmtem Boden; um Linz auf Wiesen unter dem Fischer am Gries, in Auwiesen."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 375), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 30.01.2026

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